Der AUVA-Radworkshop: Wie alles begann ... ein Blick zurück

Der AUVA-Radworkshop ist heute eine feste Größe an Österreichs Schulen. Doch der Weg dorthin war alles andere als eine Spazierfahrt. Gemeinsam mit Peter Jahn, dem Erfinder des Projekts, schauen wir zurück auf die Anfänge im Jahr 2004. Heute nehmen jährlich über 22.000 Kinder teil – doch angefangen hat alles mit einer einfachen Beobachtung und einer Menge Herzblut.

Alles Handarbeit: Peter Jahn beim Bau eines Radworkshop-Hindernisses.
Alles Handarbeit: Peter Jahn beim Bau eines Radworkshop-Hindernisses.

Die Anfänge: Mehr als nur Schilder lernen

Mitte der 90er Jahre war Verkehrserziehung oft reine Theorie: Regeln büffeln im Klassenzimmer. Das eigentliche Fahrkönnen wurde meist als gegeben vorausgesetzt. Wer nicht umfiel, galt als fähig.

"Damals waren meine eigenen Kinder im Volksschulalter“, erinnert sich Peter Jahn. „Gute Kinderräder waren rar, die meisten Mountainbikes waren schwere Stahlrösser und Helme waren alles andere als beliebt.“ Schnell wurde klar: Wissen allein schützt nicht, wenn die Balance fehlt. So entstanden die ersten Hindernisse für unseren Parcours – einfach, effektiv und bis heute das Herzstück unserer Arbeit. 

Nach einer intensiven Konzeptionsphase fiel 2004 der Startschuss für den AUVA-Radworkshop.

Doch neu zu sein, bedeutet auch, Überzeugungsarbeit zu leisten:

RadHelmSpieleFest in den 90er Jahren
RadHelmSpieleFest in den 90er Jahren.
  • Neuland für Schulen: Ein praktischer Workshop am Vormittag war ungewohnt. Wir mussten erst das Vertrauen gewinnen, dass dieser Ansatz funktioniert.
  • Mitarbeit gefragt: Dass Schulen sich aktiv bewerben und Eltern als Helfer:innen dabei sein müssen, war anfangs eine Hürde.
  • Logistik vs. Wunschtermin: Da wir ganz Österreich bereisen, ist die Planung ein Puzzlespiel – feste Wunschtermine sind leider bis heute oft unmöglich, damit wir so viele Schulen wie möglich erreichen.
Rad- und Helm-Check: Damals gab´s für die Eltern noch ein Zeugnis.
Rad- und Helm-Check: Damals gab´s für die Eltern noch ein Zeugnis.

Was uns antreibt

Der Erfolg kam nicht über Nacht, sondern durch das sichtbare Ergebnis: Selbst radfahrferne Beobachter:innen sahen sofort, wie die Kinder in nur einer Stunde im Übungsparcours an Sicherheit gewannen. Das damalige „Zeugnis für die Eltern“ wurde dabei zu einer wertvollen Brücke zwischen Schule und Zuhause.

Heute freuen wir uns über das durchwegs positive Feedback der Lehrkräfte (Schnitt 1,1) – für uns ein Ansporn, bodenständig zu bleiben und das Programm weiter auszubauen.

Ein großes Danke

Dass wir seit 2004 über 400.000 Kinder erreichen konnten, ist kein Alleingang.

Es ist das Verdienst von vielen:

  • Engagierte Pädagog:innen und Schulpersonal.
  • Motivierte Eltern-Helfer:innen, die uns vor Ort unterstützen (Sie sind uns immer herzlich willkommen!).
  • Hilfsbereite Gemeinden und unsere verlässlichen Partner:innen der AUVA und Landesregierungen.

Gemeinsam sorgen wir dafür, den Kindern das Vertrauen und die Geschicklichkeit mitzugeben, die sie für einen sicheren Alltag auf zwei Rädern brauchen.

Gemeinsam sorgen wir dafür, den Kindern das Vertrauen und die Geschicklichkeit mitzugeben, die sie für einen sicheren Alltag auf zwei Rädern brauchen.

Plitsch-platsch: Pfützen haben beim AUVA-Radworkshop nichts verloren
Der CAPtain ist gefragt: Nicht alle Plätze sind ideal.
Spaß und Sicherheit: Volle Fahrt voraus!
Spaß und Sicherheit: Volle Fahrt voraus!